Die Angst vor dem MR2 Shortblock Problem

Wie kann man das MR2 1ZZ Motorproblem erkennen und vermeiden ?

Wie ich bereits angedeutet habe, sinken die Preise für den Toyota MR2 auf Grund der Angst vor Motorschäden. Der Ruf, dass es passieren kann ist weit verbreitet und daher die Preise für diesen „fast Youngtimer“ im Keller.

Doch wie kann dem entgegengewirkt werden, woher weiß ich, ob ich betroffen bin und wie sehe ich das beim Kauf?

Zu aller erst lässt sich sagen, dass das Problem nicht immer auftritt, aber auftreten kann. Weiterhin liest man in Foren viel von diesem Problem, denkt man aber genauer darüber nach, ist es wie immer bei Statistik. Warum sollten sich Leute die keine Probleme haben haufenweise im Internet melden? Eben, hauptsächlich suchen also Leute um Rat, die von dem Problem betroffen sind.

Schaut man sich die 1ZZ-FED Kolben vom Prefacelift im folgenden Bild an, erkennt man zwei kleine Ölbohrungen.

Quelle: http://www.barth-dev.de

Toyota hat im Facelift 1zz ab 2003 andere Kolben eingebaut, welche mit einem B versehen sind. Diese haben größere Ölbohrungen und sind vier an der Zahl. Hier ein Bild der russischen Seite drive2.ru

Quelle: https://www.drive2.ru/b/455149436461384101/

Nimmt man den Kunststoffdeckel ab und entfernt die Zündspulen am MR2 lässt sich mit einer Stethoskopkamera sehr schnell erkennen, um welchen Kolben es sich handelt. In meinem Fall ist das Modell ein Prefacelift, war aber 2007 wegen des Shortblocks bei Toyota. Siehe da, die neuen Kolben sind bereits eingebaut.

Weitere Möglichkeiten den Zustand des Motors zu beurteilen sind die Seitenwände im Zylinder. Verkokte Kolbenringe würden auf Dauer den Kreuzschliff des Hohnens polieren. Dazu habe ich einen 90° Aufsatz an der Kamera genutzt, um die Zylinderwände zu begutachten.

Der Zustand wirkt also passabel. Damit das so bleibt, habe ich als nächstes den Krümmer ausgebaut und den Vorkat von der Wabenstruktur befreit. Der 1ZZ hat noch einen großen Katalysator unten und eine Abgasrückführung durch länger geöffnetes Auslassventil. Die Sorge, dass sich in den nächsten Kilometern der Vorkat verabschiedet und in den Motor eingesaugt wird, war mir einfach zu groß. Das Material kann krebserregend sein, sollte nur mit Maske und draußen oder gut belüfteten Räumen entfernt werden.

Nun ist bereits einiges geklärt und trotzdem geht es noch weiter. Schaut man in sein Handbuch, kann festgestellt werden, ob Toyota die Ölmenge bereits überklebt hat. Diese wurde erhöht, denn mehr Öl im Kreislauf bedeutet, dass pro Liter weniger Energie in Form von Hitze aufgenommen werden muss. Foren wie Spyderchat empfehlen ein 10W40 statt dem üblichen 5W30. Ich habe mich jedoch nach einer Liqui Moly Motorspülung für ein Mobil1 5W50 entschieden.

So und was gibt es jetzt noch?

Das ganze kann natürlich immer weiter an die Spitze getrieben werden.

Ölkühler Wer länger in hohen Drehzahlen fährt, einen Turbo plant oder auf den Track geht sollte über einen Ölkühler nachdenken. Diese gibt es bspw. bei Monkeywrenchracing als Kit.

Ölwanne Wie es Toyota bereits vorgemacht hat, gibt es im Zubehör auch  größere Ölwannen oder Wannen aus anderem Material.

Oil Catch Can Eine Oil Catch Can filtert Ölpartikel aus dem Gasgemisch, welches durch Überdruck aus dem Kurbelwellengehäuse durch die Entlüftung in den Einlass strömt, sodass bei der Verbrennung weniger Ölpartikel verbrannt werden, dies kann zu einer Reduktion der verkokung führen. Da es sich beim 1ZZ jedoch um eine Multipointeinspritzung handel, werden die Einlassventile beim Einspritzvorgang gesäubert, daher ist eine Catch Can bei Direkteinspritzern, wie VW wichtiger.